Janosch wurde am 11.3.1931 als Horst Eckert im oberschlesischen Hindenburg geboren. Er wuchs dort in ärmlichen Verhältnissen , anfangs bei seinen Großeltern, auf.

Als Teenager begann er eine Schmiede- und Schlosser-Lehre . Nach Kriegsende ging die Familie in den Westen. Dort arbeitete Janosch u.a. in einer Textilfabrik und besuchte in Krefeld auch für kurze Zeit eine Textilschule. 1953 ging er dann nach München auf die "Akademie der Künste". Nach einigen Semestern arbeitete er dann als freier Künstler.

Ein Freund überredete ihn , den Künstlernamen Janosch anzunehmen und verlegte 1960 sein erstes Kinderbuch. In den nächsten Jahren erschienen ca.250 Romane und er malte
ca. 10.000 Bilder. Seine Bücher wurden in 30 Sprachen übersetzt !
Zu den bekanntesten gehören wohl "Oh wie schön ist Panama" , "Ich mach dich gesund, sagte der Bär" und zahlreiche andere Geschichten mit verschiedenen Figuren wie die Tigerente, der große dicke Waldbär , Tiger , der Löwe mit der blauen Hose , Kasper Mütze und Schnuddel und noch viele andere mehr. 

Diese wundervolle gestreifte Ente und ihre Freunde sind Symbole einer glücklichen, heilen Kinderwelt voller Unschuld und Harmonie und aus diesem Grund nicht nur bei Kindern sehr beliebt. Seine Werke wurden mit zahlreichen internationalen Preisen geehrt. 

Janosch verließ 1980 Deutschland und lebt seither als selbsternannter "Aussteiger" auf einer Insel im Atlantik und freut sich wie Tiger und Bär an den grundlegenden Dingen des Lebens: Sonne, Wein, ein Bett, ein Tisch -mehr brauche er nicht-, sagte er mal in einem Interview.

 

          

   Janosch über Janosch:

   Ich, der Herr Janosch

 

 

... Soll ich meinen Lebenslauf sagen? Wir lebten an der Grenze und waren alle dort geboren ... Wir gehörten immer auf beide Seiten der Grenze ... Mein Vater war Bauchladenhändler. Er verkaufte Glitzerkram, Haarspangen aus Katzengold und Strumpfbänder, Hosen- und Jackenknöpfe, kleine Trikotagen, Glas- und echte Perlen, etwas Bowel dabei, aber alles hochbeglückende Gegenstände, die das Leben schmücken ... Ich male gern mit Gold und Flimmer. Die Sonne kann sich darin spiegeln ...
Mein Lebenslauf ist veränderbar. Wenn ich gestern einen anderen vorgab, dann gilt der auch ... Morgen werde ich einen dünnen weißen Strich durchziehen auf der verrosteten Konservendose, in die ich ein Unkraut gepflanzt habe und es pflege und wachsen lasse. Dünn und weiß, wahrscheinlich von oben nach unten.
Oder nicht. Beides zählt.


(aus: Janoschs Traumstunden-Kalender
1999 , LITTLE TIGER VERLAG GmbH)